Referenzobjekte

BERSTLINING DEPONIE LEMBERG
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Rohrleitungserneuerung Deponie Lemberg


Auftraggeber:
   Fa. Ecosoil Sanierung GmbH Frankfurt/Main

Altkanal:           DN 150- DN 250 Steinzeug

Art:                   Deponieentwässerung

Länge:              600 m

Neurohr:           PE-HD da 200 - da 280

Verfahren:        hydropneumatisches Berstlining

Problem:          Altleitung in 20-30m Tiefe

 

Rohrleitungserneuerung auf Deponien stellen höchste Anforderungen an Mensch und Technik. Einerseits weil das begehen der Schächte nur unter Vollschutz (Atemschutz, Schutzanzüge...) möglich ist und andererseits der Müll unter extremer Auflast stark verdichtet wurde und dadurch eine Verdrängung kaum möglich ist. Je nach Bedingungen der Abschnitte wurden verschiedene Verfahren (statisch, dynamisch, hydropneumatisch) eingesetzt.

 

 

Als Vorarbeiten wurden bis zu 37 m tiefe Schächte mit Spritzbeton hergestellt.

 

Der Abstieg in die Schächte konnte nur mit Hilfe des Beförderungskorbs ermöglicht werden.

 

Bis zu 120m lange vorgeschweißte Einzelrohrstränge wurden in den Altkanal eingezogen.

 



Um giftige Gase abzuleiten wurden die Schächte zusätzlich mittels spezieller Belüftungsanlage bewettert.

 

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Ansprechpartner: Falk Rohtert

 

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KURT
Kanal- und Rohrtechnik GmbH
Schulstraße 24-25
09125 Chemnitz
Tel.++49 (0) 371/ 400 45 40
Fax: ++49 (0) 371  400 45 50
info@kurt-chemnitz.de

 

 

Berstlining auf der Deponie Lemberg

Kanal- und Rohrtechnik GmbH

Auf der Deponie Lemberg werden im Sommer 2003 Sicker-wasser- und Abwasser-rohre im Berstlining-verfahren durch die Firma Kanal- und Rohrtechnik GmbH Chemnitz erneuert. Dabei stellten die extremen Bedingungen höchste Anforderungen an Mensch und Technik.

Die Deponie "Am Lemberg" , die bereits 1960 von der damals noch selbständigen Gemeinde Poppenweiler begonnen wurde, ist seit 1989 nicht mehr in Betrieb. Dennoch sind ständig technische Nachsorgeleistungen erforderlich, um die ordnungsgemäße Entgasung und Entwässerung der Deponie sowie die Sickerwasserreinigung dauerhaft sicherzustellen.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2004 abgeschlossen. Eine reine Umweltschutzmaßnahme, da durch die Abdichtung das Eindringen großer Niederschlagsmengen in die Deponie vermieden wird. Damit werden Belastungen des Grundwassers reduziert und die Entstehung von Deponiegas verringert. Von 1980 an wird das Sickerwasser über eine eigens hergestellte Kanalisation an die Kläranlage Marbach angeschlossen und entsorgt. Die Länge der Kanalleitungen beträgt insgesamt etwa 3,8 km auf die ein Sickerwasservolumen von rund 27.000 m³ jährlich kommt. Die Überwachung der Grundwasserströme durch regelmäßige Analysen im Abstrombereich der Deponie erfolgt über 14 Grund-wasser- Messstellen. Darüber hinaus wird jährlich die Spülung und Kamerabefahrung des Sickerwasser- und Ober-flächenwasser- Sammelsystems durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die zentralen Steinzeugrohrleitungen unter der über Jahre hinweg wachsenden Auflast zum Teil eingestürzt waren, was eine Sanierung zwingend erforderlich machte. Die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg sah eine Sanierung mit dem mittlerweile schon auf vielen Deponien erfolgreich angewandten Berstliningverfahren vor. Nach erfolgter Ausschreibung erhielt die Firma Ecosoil Sanierung GmbH als Arbeitsgemeinschaft mit der Firma Stumpp GmbH & Co. Umwelttechnik den Auftrag für die Sanierung. Die Firma Kanal- und Rohrtechnik GmbH in Chemnitz wurde als Subunternehmen für das Berstlining engagiert.

Technik und Anwendung

Schadhafte Sickerwasserleitungen bilden eine Gefährdung für die Umwelt. Das Berstlining-verfahren stellt eine kostengünstige und umweltschonende Methode zur Sanierung fast aller solcher Rohrsysteme dar.

Ein Berstkopf mit angehängtem Neurohrstrang durchfährt das defekte Altrohr, zerstört dieses dabei und verdrängt die Restscherben radial in die Leitungszone. Dabei kann die Neuleitung einen bis zu dreifachen Durchmesser des Altrohrs aufweisen. Beim dynamischen Berstlining wird der Berstkopf mittels pneumatisch erzeugter Schlagenergie vorangetrieben. Das statische Berstverfahren hingegen arbeitet ohne dynamischer Krafteinleitung mittels hydraulisch erzeugter und über Gestänge übertragener Zugenergie. Für diese Baumaßnahme entschied man sich wegen der erheblichen Auflast für ein modifiziertes Berstlining- Verfahren, der Kombination aus dem statischen und dynamischen Verfahren (hydropneumatisch). Der Aufwand an Aufgrabungen und Müllumlagerungen in Deponien und die damit verbundenen Emissionen werden so im Vergleich zu herkömmlichen, offenen Verlegetechniken wesentlich gesenkt. Die vorhandenen Oberflächenabdichtungssysteme müssen nicht oder nur lokal begrenzt zurückgebaut werden. In Abhängigkeit von der vorhandenen Abfallhöhe konnten so erhebliche Einsparungen gegenüber der offenen Bauweise erreicht werden. Im Falle der Rohrleitungserneuerung auf der Deponie am Lemberg betrug die Lagetiefe der Altleitung bis zu 32 m. Dies hätte die Erneuerung der Altleitung im offenen Verfahren beinahe un-möglich und erst recht ruinös teuer gemacht. Das Berstlining auf der Deponie Am Lemberg erfolgte in 8 Teilstrecken. Hierfür war es erforderlich, mehrere Bauschächte im Müllkörper zu erstellen. Die 20 m bis 32 m tiefen Bauschächte mit einem Durchmesser von etwa 4,0 m wurden mit einem Spritzbetonverbau gesichert. Nach der Herstellung der jeweiligen Start- und Zielschächte konnte mit dem eigentlichen Berstlining begonnen werden. Dazu wurden die Neurohre auf die erforderliche Länge der jeweiligen Teilstrecke verschweißt. Da die Alt-rohre im Durchmesser von DN 150 – DN 250 variierten, wurden für die Teilstrecken spezifische Bersttechniken (statisch, dynamisch, hydropneumatisch) angewandt. Für die dynamische Krafteinleitung wurden die Berstrammentypen PCG 130, PCG 180 und „Gigant" verwendet, als statische Berstlafette die Grundoburst 800 G. Während der Arbeiten mussten die Fachkräfte Atemschutzmasken und Schutzanzüge tragen. Um giftige und explosive Gase abzuleiten wurden die Schächte zusätzlich mittels spezieller Belüftungsanlage bewettert.