Referenzobjekte

Das Meininger Tagesblatt vom 20.04.2007 berichtet:

Ein neues statisches Verfahren im Einsatz


Stadtwerke lassen 300 Meter Hochdruckgasleitung erneuern - Baustelle auf Bleichgraben-Mittelweg


MEININGEN. Die Stadtwerke Meiningen lassen abschnittsweise das Hochdruckgasleitungsnetz der Stadt erneuern. Derzeit wird im Bereich des Bleichgraben-Mittelweges, von der Anton-Ulrich-Straße bis zur Brücke Parkhaus Neu-Ulmer Straße, ein neues PE-Rohr eingezogen.


„Für die Erneuerung einer Gasleitung kommt hier erstmals in Meiningen das statische Berstlining-Verfahren zum Einsatz. Dies hat den Vorteil, dass die alte Leitungstrasse genutzt werden kann, sich ein Aufgraben über die gesamte Ausbaulänge erübrigt. Nur einige wenige Baugruben müssen auf der 300 Meter langen Strecke ausgehoben werden", erläutert Klaus Herdmann, Baukoordinator der Meininger Stadtwerke. Das sei ein sehr schonendes Verfahren bei dem auch die Wurzeln der Bäume nicht beschädigt würden, schätzte der Stadtwerke- Mitarbeiter ein.
Am Dienstag haben die Spezialisten der Firma Kurt Kanal- und Rohrtechnik GmbH Chemnitz mit der Arbeit begonnen. Bei dem angewandten Berstlining-Verfahren werden 80 Zentimeter lange Metallglieder aneinandergefügt und über ein hydraulisches System in das alte Rohr geschoben. In einem Kopfloch, etwa 100 Meter entfernt, wird an das Gestänge ein spezielles Schneidgerät angeschraubt. „Dabei handelt es sich um einen Rollenschneider, der das Rohr beim Zurückziehen des Gestänges längs aufschneidet. Die nachfolgend angebaute Technik weitet auf, so dass das neue, zehn Zentimeter starke PE-Rohr sofort mit eingezogen wird. Schneiden, Aufweiten und Einziehen erfolgt in einem Arbeitsgang", erläuterte Oliver Flath von der Chemnitzer Firma, die gemeinsam mit der PRT- Rohrtechnik Stadtilm den Auftrag der Stadtwerke ausführt. Im Berstlining-Verfahren können Stahlrohre mit einer Wandungsstärke bis zu einem Zentimeter wie eine Konservendose aufgeschnitten werden. „Sind die 300 Meter für die neue Hochdruckgasleitung verlegt, erfolgen die Druckprobe und eine Abnahme durch den TÜV. Gibt es keine Beanstandungen, geht die Leitung sofort wieder in Betrieb, wird voll funktionsfähig in das städtische Netz eingebunden.", erläutert Klaus Herdmann.



Mit dem vorn sichtbaren Rollenschneider wird das Stahlrohr
längs auf der gesamten Länge aufgeschnitten,
sofort aufgeweitet und das neue PE-Rohr
in einem Arbeitsgang eingezogen, FOTO: D. BECHSTEIN
 

 

 

 
 

 

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