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KANAL- UND ROHRTECHNIK GMBH CHEMNITZ Mitglied im Güteschutz Kanalbau und im Rohrleitungsbauverband DVGW- Zertifiziertes Rohrleitungsbauunternehmen nach GW 301& GW 320-1 |
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125-Tonnen-Kraft zieht Rohr in
alten Kanal Siegfried Förster steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: Dem 71-jährigen Rabensteiner und seiner Familie bleiben eine ganze Menge Dreck und Baulärm erspart. Denn das brüchige Abwasserrohr aus den 30er Jahren, das über die Grundstücke Am Kalkwiesenteich verläuft, wird ausgewechselt, ohne einen Graben zu schachten. Berstlining nennt sich das Verfahren, das die Kurt Kanal- und Rohrtechnik GmbH Chemnitz hier anwendet. Dabei wird die neue, größere Leitung von einer extrem starken Hydraulik durch das alte Rohr gezogen. Ein kegelförmiger Berstkörper an der Spitze zertrümmert die Wandung des alten Kanals, drückt sie in das Erdreich und schafft so Platz für das neue Rohr. „Wir haben die deutschlandweit stärkste Maschine hier im Einsatz. Die hat immerhin 125 Tonnen Zugkraft“, erläutert Bauleiter Mario Meinert. Der 36-Jährige ist seit sieben Jahren mit der grabenlosen Rohrauswechslung vertraut. Angefangen hat er bei der Firma Hüttner, aus der im Frühjahr 2002 die Kurt GmbH hervorgegangen ist. „In dieser Zeit habe ich bestimmt schon an die 100 Kilometer Rohr verlegt“, blickt Meinert zurück. In Rabenstein sind es 130 Meter mit einem Außendurchmesser von 40 Zentimetern, die Meter für Meter ins Erdreich vorstoßen. Beim Auslegen der imposanten Schlange – sechs oder zwölf Meter lange Stücke werden im Spiegelschweißverfahren aneinander gekettet – mussten die Männer improvisieren. Weil die alte Färberei im Weg stand, legten sie den schwarzen Riesenwurm einfach durch das Haus: Auf der einen Seite zum Fenster rein und auf der anderen wieder raus. Wenn alles gut läuft, so der Bauleiter, lässt sich mit dem Grundoburst 1250 der Firma Tracto-Technik aus Lennestadt gut ein Meter Kanal pro Minute ziehen. Seine Leute hatten vorige Woche mit den Vorbereitungen begonnen. Sie filmten den alten Kanal mit einer Kamera, hoben die Grube für die Maschine aus und baggerten eine Stelle auf, an der das Betonrohr zusammengebrochen war. Ende der Woche schon sollen die neuen Hausanschlüsse fertig gestellt und die Gruben wieder verfüllt sein. Beim herkömmlichen Grabe-Verfahren hätten etliche Zufahrten aufgebaggert und eine Schneise quer durch die Gärten geschlagen werden müssen: Allein 95 Koniferen sollten neu gepflanzt werden. Und die Erde hätte vollständig abgefahren werden müssen: Für ein Zwischenlager ist kein Platz. Die Kurt GmbH
ist nach Meinerts Worten inzwischen deutschlandweit aktiv: „In 14 Tagen
ziehen wir an der luxemburgischen Grenze ein Rohr mit 630 Millimetern
Durchmesser.“ In Chemnitz haben die Tiefbauer schon 210 Meter Rohr an
der Ammonstraße verlegt, im Freiberger Wasserberg-Wohngebiet
verschwinden derzeit 400 Meter neues Rohr unter der Erde. Die Firma habe
65 Mitarbeiter, so Meinert, und setze für ihren Tiefbau sowohl weitere
Spezialverfahren als auch das klassische „Buddeln“ ein.
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